Dienstag, 20. Mai 2014

Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Ich habe mich lange geweigert, dieses Buch zu lesen, weil ich die Idee, über die Liebe zweier krebskranker Kinder einfach zu grausam fand. Dazu kamen noch die Kritiken, das Buch sei "doch so witzig"... Bitte?! Krebskranke Kinder? Witzig?!

Nach einem spontanen und schnellen Besuch in der Buchandlung habe ich dieses Buch doch gekauft und wurde nicht enttäuscht. Es war wirklich... amüsant vielleicht nicht, eher erfrischend, wie die kranke Hazel Grace ist Schicksal selbstironisch beschreibt. Auch wenn sie weiß, dass sie stirbt und zwar in absehbarer Zukunft, hat sie ein bisschen von dieser teenagerhaften Auffassung "die-Welt-gehört-mir-und-wir-leben-ewig". Sie streitet mit ihren Eltern, wie andere in ihrem Alter und als sie den gut aussehenden Augustus kennenlernt, muss sie alles durchmachen wie andere bei der ersten Liebe. Augustus war auch krank, durch eine Beinamputation jedoch geheilt. Vorerst.
Und dann kommt es, das man beim Lesen fast verdrängt hätte: die Krankheit ist hinterhältig, und selbst wenn die Liebe die stärkste Kraft ist, kann sie die Krankheit nicht besiegen.
Wir begleiten eine Person in seiner letzte Monat, und ich musste weinen, weil dieses Schicksal so tragisch ist. Nicht nur das Ende einer außergewöhnlichen und wahren Liebe, sondern auch eines Lebens.

Ich frage mich, ob es sinnvoll war, dieses Buch zu schreiben. Es hat mich einfach deprimiert und die krebskranken Kinder tun mir nicht mehr leid als früher. Ich fand ihre Geschichte immer traurig und ungerecht.

Ich bin unentschlossen über mein Fazit. Es war auf jeden Fall ein Buch, das ich nicht weglegen konnte.

http://www.hanser-literaturverlage.de/buecher/buch.html?isbn=978-3-446-24009-4

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